Aktuelles zu den Projekten

Gedenkveranstaltung „Juden in Eberstadt“ am 10.11.2018

Zum Gedenken an den 80. Jahrestag der Novemberpogrome 1938

Die Novemberpogrome von 1938 haben sich in diesem Jahr zum achtzigsten Male gejährt. Was die Zäsur zwischen Diskriminierung und dem Schritt zur Shoa markierte, erfüllt uns auch heute noch mit Entsetzen und Scham. Die Dotter-Stiftung sieht sich den humanitären Idealen ihres Stifterpaares Hans Erich und Marie Elfriede Dotter verpflichtet, die beide die Schrecken der NS-Zeit durchlebten.

In einer Gedenkveranstaltung am  10.11.2018 um 20:00 Uhr im Ernst-Ludwig-Saal haben wir der Ereignisse von damals gedacht, die Opfer gewürdigt und ein zivilgesellschaftliches Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung, Menschenfeindlichkeit und politischen Extremismus gesetzt. Die ausführliche Besprechung der Gedenkveranstaltung aus dem Darmstädter Echo finden Sie hier.

Die Textsammlung zur Gedenkveranstaltung liegt ab dem 30.11.2018 zur kostenlosen Abholung in der Buchhandlung Schlapp (Eberstadt) und der Bezirksverwaltung Eberstadt bereit.

Über weitere Veranstaltungen im Rahmen des Gedenkens an die Novemberpogrome 1938 informiert ein Flyer des Ökumenischen Arbeitskreises, der in Darmstadt ausliegt und den Sie hier herunterladen können.

 

Dotter-Zeit für Familien geht an den Start

Auftaktveranstaltung und Netzwerktreffen zum Projektstart

Für das Jahr 2018: 500 Fachstunden im Gegenwert von 31.500 Euro für hilfebedürftige Familien

Am Dienstag, den 4. September 2018 fand im Kindergarten St. Georg in Darmstadt-Eberstadt in Anwesenheit von fast 40 Projektpartnern und Beteiligten die Auftaktveranstaltung für die „Dotter-Zeit für Familien“, einem innovativen Projekt der Mobilen Praxis gGmbH, statt.

Hausherr Pfarrer Kai Hüsemann begrüßte die Gäste und ließ in seiner kurzen Ansprache die Entstehungsgeschichte der „Dotter-Zeit für Familien“ Revue passieren. Die Idee, Familien mit mindestens einem Kind unter 12 Jahren unbürokratisch und rasch Hilfe zukommen zu lassen, sofern keine Hilfe vom Städtischen Sozialdienst in Anspruch genommen wird, ist nach über einjähriger Entwicklungszeit zwischen verschiedenen Akteuren nun startklar. Familien erhalten professionelle Hilfe bei Behördenangelegenheiten und Antragsstellungen, Fragen zur Existenzsicherung, Entwicklungsauffälligkeiten, Förderung ihrer Kinder in KITA und Elternhaus, Erziehungsfragen und familiären Konflikten.

Auf Initiative von Elfriede Schnitzspan, Gründerin und Leiterin der Mobile Praxis gGmbH, hat sich die Dotter-Stiftung bereit erklärt, dieses Projekt zu finanzieren. Fachkräfte aus Einrichtungen in Eberstadt übernehmen die maximal 10 Stunden Hilfe direkt in der Familie.

 

Die Hilfe wird beantragt bei allen KITAs in Eberstadt, oder bei:

 

Mobile Praxis gGmbH, Grenzallee 4-6, 64297 Darmstadt-Eberstadt, Tel. 06151 / 50 43 992

Stichwort: Dotter-Zeit für Familien

 

Für das Jahr 2018 stehen 500 Fachstunden im Gegenwert von 31.500 Euro zur Verfügung. Eine Fortführung des Projektes über das Jahr 2018 hinaus ist bei gutem Erfolg denkbar.

 

Elfriede Schnitzspan sagt hierzu: „Die Dotter-Zeit für Familien ist ein großer Gewinn für Familien in Eberstadt und eine gute Investition in die Zukunft von Kindern und Jugendlichen sowie eine große Hilfe für Eltern. Hilfe muss niedrigschwellig und früh ansetzen, dann ist sie effizient und nachhaltig “

Karl G. Dotter, Vorstandsvorsitzender der Dotter-Stiftung zum neuen Projekt: „Die Dotter-Stiftung möchte mit ihrem neuen Kooperationsprojekt „Dotter-Zeit für Familien“ ein flankierendes Angebot zu staatlicher Hilfe anbieten. Ich bin selbst Vater von drei inzwischen erwachsenen Kindern und kenne die Herausforderungen, vor denen Familien stehen können, daher sehr gut. Es ist dem Vorstand und Beirat der Dotter-Stiftung eine große Freude, auch auf diese Weise den Willen unseres Stifterpaares Hans Erich und Marie Elfriede Dotter, zwei ausgesprochenen Familienmenschen, umzusetzen.“

Orgelsanierung in St. Josef läuft an

Pressekonferenz zum Auftakt der Orgelsanierung am 17.05.2018

Großprojekt für Stiftung und Gemeinde: Bis zu 450.000 Euro stehen bereit

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Dr. Jürgen Frei, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung, und Kai Hüsemann, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Josef Eberstadt, das Projekt „Orgelsanierung“ der Öffentlichkeit vorgestellt:
Die Orgel der katholischen Pfarrkirche St. Josef wird am 28.05.2018 abgebaut. Das Instrument stellt ein Konglomerat von Bauteilen unterschiedlichen Alters dar – die ältesten Teile stammen noch von 1854 – und tat 70 Jahre seinen Dienst in St. Josef. Der Sanierungsbedarf wurde durch ein Gutachten des Orgelsachverständigen Dr. Achim Seip aus dem Jahre 2017 bestätigt, die Orgel wird nun in etwa eineinhalbjähriger Bauzeit durch die Firma Werner Bosch Orgelbau GmbH grundlegend überholt und erweitert.
Das Projekt hat ein Volumen von ca. 450.000 Euro und wird aus der Verbrauchsstiftung der Dotter-Stiftung finanziert. Neben Abbau, Restaurierung erhaltenswerter Teile, Erweiterung und Neuaufbau umfasst das Vorhaben auch die nötigen baulichen, statischen und elektrotechnischen Ergänzungen in St. Josef.
Hintergrund der Orgelsanierung ist die Umsetzung des Stifterwillens: Mit musikalisch gestalteten Gottesdiensten und Kirchenkonzerten wollte der verstorbene Hans Erich Dotter durch seine Stiftung die Menschen wieder mehr für die Kirchen interessieren und gewinnen. In diesem Sinn soll die grundsanierte und erweiterte Orgel in St. Josef spätestens ab Ende 2019 zu einem zusätzlichen Keim anziehender liturgischer, kultureller und pastoraler Arbeit für Eberstadt werden.
Dr. Jürgen Frei sagte: „Als begeisterter Amateurmusiker freue ich mich sehr, dass St. Josef bald über eine hervorragende Orgel für liturgische Zwecke, aber auch für Konzerte verfügen wird. Da wir gemäß dem Auftrag unseres gemischt-konfessionellen Stifterpaares die Sanierung der Orgeln der Dreifaltigkeitsgemeinde und der Christuskirche ebenfalls unterstützen werden, freuen wir uns schon heute auf hochklassige Konzerte. So schwebt uns für 2019 oder 2020 ein „Dotter-Orgel-Festival“ vor, das vielleicht zu einer Institution werden könnte.“
Pfarrer Kai Hüsemann sagte: „Ich freue mich sehr für meine Gemeinde in St. Josef, dass der lange zugunsten anderer Projekte zurückgestellte Wunsch einer besseren Orgel nun Wirklichkeit wird. Das soziale Engagement der Dotter-Stiftung hat alle Bedenken hinsichtlich der ethischen Vertretbarkeit dieses Großprojekts ausgeräumt. Ab Mitte nächsten Jahres haben wir ein Instrument, mit dem Gottesdienste und musikalische Veranstaltungen noch attraktiver gestaltet werden können.“

Aktuelles aus der Stiftung

Karten für das 16. Dotter-Konzert, Landgraf Ernst Ludwig bittet zum Tanz (in Kooperation mit der Christoph-Graupner-Gesellschaft) erhalten Sie ab dem 09.11.2018 bei den bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Internet über unseren Dienstleister ztix.

Am Mittwoch, 05.12.2018 wird im Laufe des Nachmittags wieder der von der Dotter-Stiftung finanzierte Weihnachtsbaum auf dem Eberstädter Marktplatz aufgestellt.

Die Dotter-Stiftung ist jetzt auch auf YouTube! Dank an Hannes Marb, Sportlehrer der Gutenbergschule, fürs Hochladen des Videos zum German Indoor Rugby Cup 2017 in Darmstadt. Um das Video anzusehen, folgen Sie bitte dem Link.

Zu Beginn des Jahres 2018 gab es einen Wechsel im Vorstand: Dr. Jürgen Frei hat nach drei Jahren das Amt des Vorstandvorsitzenden an Karl G. Dotter, den Großneffen des Stifters Hans Erich Dotter, übergeben. Lesen Sie dazu einen Bericht aus dem Darmstädter Echo. Die drei Jahre seines Vorsitzes möchte Karl G. Dotter vor allem sozialen Belangen widmen. Wir wünschen ihm schon jetzt alles Gute, eine glückliche Hand und viel Erfolg bei seinem Wirken für die Dotter-Stiftung und für Eberstadt.