45. Dotter-Konzert: Im Fieberrausch der Töne. Der Briefwechsel Peter Tschaikowsky – Nadeshda von Meck: So, 22.05.2022, 19:00 Uhr, Ernst-Ludwig-Saal

Es ist eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten der Welt – an Intensität, Dramatik und, ja, auch Verrücktheit kaum zu überbieten – eine Geschichte, wie sie sich wohl nur im Zeitalter der Hochromantik, dem späten 19. Jahrhundert ereignen konnte. Die Protagonisten: Peter Tschaikowsky, aufstrebender Komponist, homosexuell, unglücklich verheiratet, und Nadeshda von Meck, steinreiche Witwe eines Eisenbahnunternehmers, elf Kinder und Musik-Mäzenin. Mehr als 1200 Briefe haben sich die beiden in einem Zeitraum über 14 Jahre geschrieben, einander aber nie persönlich kennengelernt. Die Musikjournalistin Silvia Adler hat aus der dieser wohl einmaligen Korrespondenz ein faszinierendes Bühnenstück geschaffen, das Tschaikowsky von einer bislang wenig bekannten Seite zeigt.

Die Schauspielerinnen Julia Hansen und Wolfram Boelzle, bekannt für ihre ausdrucksstarken Literaturinterpretationen im Rundfunk und auf der Theaterbühne, loten die platonische Beziehung mit ihren ekstatischen Höhen und verzweifelten Abgründe aus – unberechenbar, komisch und tragisch zugleich. Abgerundet und ergänzt wird dieses fesselnde Hörstück durch Kompositionen für Klavier von Peter Tschaikowsky, meisterhaft dargeboten von Alina Bercu, eine der talentiertesten Pianistinnen der jüngeren Generation. Dabei erweisen sich Tschaikowskys Klavierstücke als wortloser Kommentar zu den Briefen, ein bekenntnishaftes, intimes Journal, so berückend wie emotional.

Karten sind ab sofort im Vorverkauf erhältlich!

Julia Hansen und Wolfram Boelzle, Rezitation; Alina Bercu, Klavier
Konzeption und künstlerische Gesamtleitung: Silvia Adler

Bitte beachten Sie, dass in den Veranstaltungen der Dotter-Stiftung Foto- und  Filmaufnahmen nicht gestattet sind.

Im Rahmen des „Tags für die Musik in Hessen“ des Hessischen Rundfunks