Aktuelles zu den Projekten

Dotter-Parcours eröffnet!

02.07.2021 / Am Freitag, 2. Juli 2021 wurde bei schönstem Sommerwetter der Dotter-Parcours eröffnet. Anwesend waren Karl G. Dotter, Geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der Dotter-Stiftung  und  Dr. Jürgen Frei, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, als Vertreter unseres Projektpartners Guido Carls und Dieter Wichmann von der TG 07 Eberstadt e.V. sowie Bezirksverwalter Ludwig Achenbach und Sportamtsleiter Martin Westermann. Ab sofort können Wanderer, Jogger und alle Bewegungsbegeisterten den Rundweg  über 10 Kilometer durch die Eberstädter Streuobstwiesen genießen.  Für weniger geübte Sportler gibt es eine kürzere Streckenvariante von 7 Kilometern Länge.  Die Idee zum Dotter-Parcours hatte Dr. Jürgen Frei bereits 2016 beim Himmelsleiterlauf. An der Verwirklichung der Idee waren zahlreiche Akteure beteiligt, darunter Forstamt, Untere Naturschutzbehörde und Straßenbauamt, denen wir an dieser Stelle ganz herzlich für ihre Unterstützung danken.

 

Das Dotter-Café in Zeiten der Pandemie – Jahresbericht 2020

08.04.2021 / Ein ungewöhnliches Jahr 2020. Die Corona-Pandemie hat die üblichen Abläufe im Dotter-Café, dem offenen Treff im Süden von Eberstadt, zerschlagen. Ab Mitte März musste der offene Treff geschlossen werden; die eigentlich üblichen Öffnungszeiten konnten bis Ende 2020 nicht wieder etabliert werden.

Dennoch ist es gelungen, Kontakt zu den Kindern, Müttern und Vätern in Eberstadt zu halten. In der Zeit von Januar bis Mitte März waren insgesamt 2658 Besucherinnen und Besucher im Dotter-Café. Da der Verlauf der Pandemie nicht absehbar war (und ist), wurde nach Beginn des ersten Lockdowns am 13.03.2020 bis Ende April 2020 telefonisch Kontakt zu den Eltern im Stadtteil gehalten. Ab Mai 2020 wurde dann, unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften, der persönliche Kontakt zu den Familien einzeln bzw. im Sommer auch zu zwei Familien  wieder aufgenommen. Ein Aushang im Fenster des Dotter-Cafés mit den Kontaktdaten zur Terminvereinbarung wurde rege genutzt. Die Freude der Eltern über diese Abwechslung und Unterstützung im eingeschränkten Pandemie-Alltag war groß. Aus Sicherheitsgründen fanden die Treffen überwiegend im Freien statt. Für Treffen in den Räumen des Cafés stand schon frühzeitig eine Luftfilteranlage zur Verfügung. Insgesamt wurden für diese Treffen 449,75 Fachleistungsstunden abgerufen. Dies entspricht umgerechnet wöchentlich 14 Kontakten.

Damit kann trotz der ungewöhnlichen Umstände auf ein erfolgreiches Gelingen von Integration, Förderung und Vernetzung festgestellt werden. Die Angebote wurden von den Stadtteil­bewohnerinnen und -bewohnern gerne angenommen. Die vier Mitarbeiterinnen der Mobilen Praxis, die ein festes Dotter-Café-Team bilden, sind stets daran interessiert, angemessene Förderangebote und eine lebensweltorientierte Arbeit umzusetzen. Besonders schmerzlich und für die Kinder schwer zu verstehen war das Verbot, gemeinsam zu singen. Die Kinder forderten dies immer wieder ein und begannen von sich aus mit den ihnen bekannten Liedern, Rhythmen und Reimen. Dies zeigt, wie positiv diese Rituale von den Kindern aufgenommen wurden und wie struktur- und haltgebend diese für die Entwicklung der Kinder sind.

Auch die Konfliktlösungsstrategien und das angemessene Verhalten in der Frustrationstoleranz sind Themen, die verstärkt vermittelt wurden.

Die aktive Förderung der Fein- und Grobmotorik stehen mit im Fokus sowie der Austausch zwischen den Kulturen. Besonders die Mütter sind sehr daran interessiert, die deutsche Sprache sowie die deutsche Kultur mit ihren jahreszeitlichen Ritualen kennenzulernen. Das Team im Dotter-Café bringt den Besucherinnen und Besuchern ebenso viel Interesse an ihren Kulturen entgegen und versucht, diese zu integrieren. Das gemeinsame Frühstück, ein weiteres Highlight, fand in Form eines Picknicks im Freien statt.

Das Kernanliegen des „Dotter-Cafés“ ist, Eltern in ihrer Erziehungs­kompetenz zu stärken. Dies ist für die die Nerven strapazierende Zeit im Lockdown besonders wichtig. Auf häufig engem Wohnraum versammeln sich die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Familienmitglieder. Es sind hohe Anforderungen an die Eltern gestellt, da die Unterstützungsangebote im Umfeld, wie Kitas und Schule und Betreuung wegfallen. Gute Momente in guter Atmosphäre schaffen sind Pfeiler, auf denen das Dotter-Café aufbaut. Nach einiger Zeit entsteht ein Vertrauensverhältnis, welches auch tragfähig ist für Themen, die schwierig oder unangenehm scheinen. Das gibt zusätzliche Sicherheit in der Erziehung, Mut, zu sprechen, Vorurteile abzubauen und Verhaltensveränderungen bei sich zuzulassen. Auch hier spielen die verschiedenen Kulturen eine wichtige Rolle, denen im Dotter-Café wertschätzend und interessiert begegnet wird. Das Kennenlernen unterschiedlicher Kulturen und der Austausch darüber sind eine Bereicherung für alle Beteiligten. Gleichzeitig regt das Team des Dotter-Cafés dazu an, Deutsch zu sprechen, sich auszuprobieren und teilzuhaben am sozialen Leben in Eberstadt.

Das Dotter-Café arbeitet präventiv. Über modellhaftes Verhalten wird versucht, die Eltern darin zu sensibilisieren, die Bedürfnisse ihrer Kinder früh zu erkennen, angemessen darauf einzugehen und ein frühes Bewusstsein zu entwickeln bezüglich möglicher Risiken in der Entwicklung oder der sozialen Teilhabe der Kinder.

 

Elfriede Schnitzspan, 29. März 2021

 

Dotter-Digital und Gutenbergschule auf YouTube

04.03.2021 / Am Dienstag, 02.03.2021 fand eine online-Diskussion "Digitalisierung an Darmstadts Schulen gestalten" statt, zu der die GRÜNEN eingeladen hatten. Unter den knapp 50 Diskutantinnen und Diskutanten waren auch Benjamin C. Christ, Projektleiter Dotter-Digital, und Andreas Stüber, Schulleiter der Gutenbergschule, die unser dort verortetes, größtes Projekt als Best-practice-Beispiel ins rechte Licht gerückt haben.  „Dotter-Digital" wurde 2018 auf Initiative des zwischenzeitlich leider verstorbenen Beiratsmitglieds der Dotter-Stiftung Matthias Götz an der Gutenbergschule Darmstadt-Eberstadt initiiert. Dadurch war es dieser weiterführenden Schule als einer der wenigen Schulen in Darmstadt möglich, den Schulbetrieb unmittelbar nach Beginn der Corona- Pandemie an die neuen Anforderungen anzupassen. Sehen Sie sich hier den relevanten Ausschnitt an. Die ganze Diskussion finden Sie hier (Infos zu Dotter-Digital ab 01:11:18).

Weitere Infos zu Dotter-Digital finden Sie auf der Website des Projekts www.dotter.digital.

 

Jahresbericht 2020 – Besonders wichtig während Corona: Die „Dotter-Zeit“ für Familien und Seniorinnen und Senioren

18.02.2021 / von Elfriede Schnitzspan und Anne Akinsara-MInhans / Gerade in den Zeiten der Corona-Pandemie sind niedrigschwellige Angebote für Familien und Seniorinnen und Senioren besonders wichtig. Die Dotter-Zeit hat sich als Angebot in Eberstadt etabliert und vielen Familien und Seniorinnen und Senioren in Eberstadt konnte unbürokratisch und schnell geholfen werden.

Dotter-Zeit für Familien

Insgesamt erhielten 86 Familien Unterstützung mit insgesamt 1186,65 Std.  Mit verhältnismäßig geringem Aufwand von im Durchschnitt 13,8 Std. konnte ihnen zielführend und passgenau geholfen werden. Dies zeigt, dass es sich bei der Dotter-Zeit tatsächlich um ein präventives Angebot handelt.

Unterstützung bei schweren Schicksalsschlägen

Es ist Mai 2020. Ein Schüler einer Schule in Eberstadt macht eine schwere Zeit durch. Er öffnet sich der Schulsozialarbeit und es werden mehrere Problemfelder festgestellt: Der Realschulabschluss ist in Gefahr, ein traumatisches Ereignis lässt den Schüler nicht los und sein krebskranker Vater liegt im Sterben. Mit Unterstützung der Dotter-Zeit besteht der Schüler seine Prüfungen und erreicht nach ein paar sehr intensiven Wochen seinen Realschulabschluss.

Als die letzte Prüfung geschrieben ist, erliegt der Vater seinem Krebsleiden. Die Betreuerin unterstützt die Familie bei der Trauerbewältigung und regt eine weitere Therapie an, die kurzfristig zustande kommt. Die Mutter wurde bei der Bewältigung der Flut von Dokumenten, Formularen und Anträgen unterstützt.

Der Schüler möchte eine weiterführende Schule besuchen und bittet um Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Platz. Obwohl die Fristen abgelaufen sind, bekommt er eine Zusage aufgrund seiner Bewerbung und organisiert kurzfristig den erforderlichen Praktikumsplatz. Mittlerweile besucht er diese Schule seit mehreren Monaten und ist weiterhin ein fleißiger, lernwilliger Schüler, der seinen Schulplatz sehr wertschätzt.

Mutter und Sohn haben sich bedankt für die unbürokratische, schnelle Hilfe. Sie berichten, dass die Unterstützung durch die Dotter-Zeit eine sehr wichtige Stütze war, besonders da die Bewältigung der Trauer eine große Kraftanstrengung für beide bedeutet hat.

Entspannteres Familienleben

Im Juni 2020 meldet sich eine Familie bei der Schulsozialarbeit. Es geht um einen Schüler der dritten Klasse, der in seinem Verhalten in der Familie auffällt. Die Mutter berichtet von großer Eifersucht gegenüber den jüngeren Geschwistern und von Aussagen des Sohnes wie „Ihr seid ja alle gegen mich, ich haue ab!“. Die Schulsozialarbeit schlägt der Mutter ein Angebot im Rahmen der Dotter-Zeit zur Abklärung der familiären Situation vor. Mit dem Kind wird an dem bewussten Wahrnehmen von Gefühlen, den eigenen, aber auch denen von anderen gearbeitet. Der Schüler wird gehört und seine Sorgen von einer dritten Partei ernst genommen. Ihm werden auf spielerische Weise die verschiedenen Perspektiven der Familienmitglieder aufgezeigt. Dies führt zu einer deutlichen Entspannung in der Familie. Den Eltern werden Erziehungsfragen beantwortet und es gibt auch ein offenes Ohr für ihre Sorgen. Die Familie wird bestärkt und das Zusammenleben wird deutlich harmonischer. Die unkomplizierte und sehr kurzfristige Betreuung hat zu einem besseren Verständnis füreinander geführt und bei dem Schüler zu der Erkenntnis, dass er es zu Hause doch ganz gut findet.

Die Dotter-Zeit hat sich in Eberstadt etabliert

Im Jahr 2020 fragten 16 Mal Familien selbst um Unterstützung an. 36 Mal fand die Vermittlung der Hilfe durch die Mobile Praxis im Rahmen der Schulsozialarbeit und durch das Dotter-Café statt. 23 Mal wurde die Dotter-Zeit durch Kitas und andere Einrichtungen in Eberstadt, wie Migrationsdienst, Förderverein der Fußballjugend etc. sowie 11 Mal durch den Städtischen Sozialdienst vermittelt. Damit hat sich das Angebot in Eberstadt etabliert.

Es zeigt sich, dass die niedrigschwellige Vermittlung von Unterstützung durch die Einrichtungen in Eberstadt erforderlich und sehr erfolgreich ist. Dies bestätigt die konzeptionellen Überlegungen, dass Hilfsangebote mit einer reinen Komm-Struktur in Eberstadts Süden weniger sinnvoll sind, nur 16mal meldeten sich Familien aus eigenem Antrieb.

Durchgeführt wurde die Hilfe in 68 Fällen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Mobilen Praxis und 18mal durch den Caritasverband.

Bedarfe der Familien

Die Familien hatten verschiedene Unterstützungsbedarfe (Mehrfachnennungen waren möglich). Im Rahmen der Dotter-Zeit wurde Hilfe bei Behördenangelegenheiten und Antragstellung (41 Mal), Beratung zur Förderung von Kindern in Kita und Elternhaus (38 Mal), Erziehungsberatung (25 Mal), der Existenzsicherung (10 Mal), und Beratung bei familiären Konflikten (5 Mal) geleistet.

Verstärkte Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten

Zunehmend fragen Kindertagesstätten bei der Mobilen Praxis um Unterstützung im Rahmen der Dotterzeit an. Sie wünschen sich Hilfe beim Erkennen und Entwickeln der Förderbedarfe und Förderperspektiven von verhaltensoriginellen Kindern. Mit Hilfe der Marte Meo Videomikroananlyse wurde hier intensiv mit Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Kindern gearbeitet. Die Kindertagesstätten sind froh und dankbar für diese Unterstützung. Es wurden schon für sehr viele Kinder neue Zugänge und entwicklungsfördernde Vorgehensweisen erarbeitet.

Dotter-Zeit für Seniorinnen und Senioren

Wie kann man sich auf die veränderte Lebenssituation unter Corona-Bedingungen einstellen? Wie der Isolation und dem Rückzug entgegenwirken? Wie die Lebensqualität erhalten?

Wie für Bewegung und Begegnung sorgen, und so Sekundärprävention betreiben? Das waren die Fragen, die bei der Dotter-Zeit für Seniorinnen und Senioren hauptsächlich wichtig waren.

In Einzelfällen konnte wichtige Hilfe geleistet werden. Unterstützt wurde eine alleinstehende Seniorin, die eine Gehbehinderung hat und keine Familie in Darmstadt, die ihr hilft.  Einer anderen Seniorin drohte der Verlust ihrer Wohnung. Sie hatte bereits die Androhung einer Räumungsklage erhalten. Wegen mangelnder Sprachkenntnisse hatte sie die Briefe nicht verstanden und die entsprechenden Anträge auf Übernahme der höheren Mietkosten nicht gestellt. Ihr konnte bei der Sicherung ihres Mietverhältnisses geholfen werden.

Pandemiebedingt wurde die Dotter-Zeit für Seniorinnen und Senioren nicht so häufig in Anspruch genommen, insgesamt 8 Mal mit insgesamt 128 Stunden. Die Stunden wurden von Mitarbeiterinnen der Mobilen Praxis mit Unterstützung zweier Frauen, die als Mütter früher das Dotter-Café besucht hatten, geleistet.

Dotter-Zeit als erfolgreiches Modell bewährt

Die Beispiele und Zahlen zeigen, dass sich die Dotter-Zeit für Familien und Seniorinnen und Senioren als präventives Modell erfolgreich bewährt hat. Menschen in Eberstadt konnte schnell und unbürokratisch geholfen werden. Die Vernetzungen mit anderen Einrichtungen in Eberstadt und zunehmenden Anfragen der Kitas zeigen, dass sich das Angebot in Eberstadt etabliert hat, eine niederschwellige Vermittlung von Unterstützung durch die Einrichtungen in Eberstadt erforderlich und erfolgreich ist.

Abschlussdokumentation 1. Staffel StadtteilHistoriker ab sofort verfügbar

Titelseite der Abschlussdokumentation (Entwurf: Elke Lang/polynox)

06.01.2021 / Die Abschlussdokumentation der 1. Staffel der Eberstädter StadtteilHistoriker liegt ab sofort bei der Buchhandlung Schlapp in Eberstadt, Tel. 06151 / 593833 zur Abholung bereit. Die reich bebilderte Broschüre im Format DIN A4 umfasst 64 Seiten und enthält Beiträge zu folgenden Themen: Press Maschinenfabrik GmbH & Co., Zwangsarbeit in Eberstadt, Das Frankensteinisch-Schönburger Haus, Geschichte der Marienhöhe in Darmstadt-Eberstadt, Die Eberstädter Brauereien, Wein in Eberstadt, Was woa dann doo do? (Eberstädter Bauprojekte 2013 - 2016), Das Eberstädter Rathaus, Eine Waldtopographie Eberstadts bis zur Barockzeit, Die evangelische Marienschwesternschaft und Die städtebauliche Entwicklung Eberstadts.

Wenn Sie Interesse an den Langfassungen der jeweiligen Themen haben, schreiben Sie eine E-Mail an s.meder (at) dotter-stiftung.de

Dotter-Stiftung schenkt 260 Kindern zu Weihnachten Aufführung von „Alaaddin und die Wunderlampe“ im Zelt des Circus Waldoni

17.12.2020 / Die 260 Kinder in den 13 Klassen der Wilhelm-Hauff-Schule konnten in den Tagen vor dem Lockdown auf der großen Leinwand im neuen Circuszelt des Circus Waldoni das aufgezeichnete Kinder-Theaterstück des Staatstheaters Darmstadt „Alaaddin und die Wunderlampe“ besuchen.

Die Corona-Vorgaben geboten es, dass jeweils nur eine Klasse den Mitschnitt im Circuszelt anschauen durfte. Die Klassen spazierten mit ihren Lehrern von der Wilhelm-Hauff-Schule zunächst zum Circusgelände und nahmen dann im wohlig beheizten Zelt Platz – fast wie im richtigen Theater. Die Inszenierung des Stückes war darauf abgestimmt, dass die Kinder nicht im Theater, sondern quasi im Kino saßen. In der Aufzeichnung wurden die Kinder zunächst mitgenommen auf eine kleine Wanderung durch die labyrinthartigen Gänge des Staatstheaters. Hier stellten sich Schauspieler, Maskenbildner, Kostümbildner und Regisseurin in mehreren Sprachen vor.

Die Kinder der Wilhelm-Hauff-Schule waren vom ersten Moment an fasziniert und tauchten ganz in die Welt des Theaters und von Alaaddin und seines Märchenreiches im Orient ein. Das Stück ist spannend und fantasievoll inszeniert. Außerdem bezieht es sich auf eine pädagogisch geschickte Weise auf die Probleme und die Lebenswelt der Kinder, ohne belehrend zu wirken. Die Schülerinnen und Schüler nahmen teil an den Abenteuern von Alaaddin und Prinzessin Jamila und fieberten mit den beiden bis zum guten Ende. Danach traten die Kinder, stets noch erfüllt von dem spannenden Geschehen, den Rückweg zur Schule an.

Das Engagement der Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung und die spontane, enge Zusammenarbeit zwischen Schule, Staatstheater und Circus hat es ermöglicht, dass in der anregungsarmen Zeit der Corona-Pandemie die Kinder der Wilhelm-Hauff-Schule ein Weihnachtsmärchen sehen konnten. Auch unter widrigen Umständen kann Kultur gelingen.

Radiotipp: Auf rechter Straße – Live-Interview mit Dr. Joachim Schmidt am 6. November 2020, ca. 17:00 Uhr

06.11.2020 / Heute hätte unsere Buchpräsentation „Auf rechter Straße“ stattfinden sollen. Wir mussten sie aus den bekannten Gründen leider absagen. Immerhin gibt es aber zwei Lichtblicke zu vermelden: Zum einen wird heute gegen 17.00 Uhr in der Hörfunk-Sendung „Musik am Nachmittag“ auf hr2 kultur  im aktuellen Kulturgespräch Daniela Baumeister live mit dem Autor Dr. Joachim Schmidt sprechen und ihn zu seinem Buch interviewen – eischalten lohnt sich also.

Zum anderen steht der Ausweichtermin fest, es ist Sonntag, 30.05.2021. Bitte notieren Sie sich schon jetzt diesen Termin. Details zu den Anmelde-Modalitäten folgen Mitte April 2021.

Immer noch hörenswert: Das Hörfunkfeature von Dr. Joachim Schmidt: Auf rechter Straße. Wie sich ein evangelischer Pfarrer dem Nationalsozialismus unterwarf. Sie finden das Feature in der hr2-App, und auch hier als Podcast.

 

Zum Buch selbst:

Cover des Buches "Auf rechter Straße" von Dr. Joachim Schmidt. Entwurf: Elke Lang, polynox

Der evangelische Pfarrer Wolfgang Weißgerber in Darmstadt-Eberstadt (1900-1984) hatte zwei Leidenschaften: Seine Jugend- und seine Pressearbeit. Als die Nationalsozialisten 1933 daran gingen, sich alle Lebensbereiche in Deutschland zu unterwerfen, glaubte er, durch Paktieren mit der NDSAP seine bis dahin sehr erfolgreiche Arbeit schützen zu können. Er trat in die SA ein und wurde Mitglied der NS-Reichsschrifttumskammer. Aber binnen eines Jahres war seine Gemeindejugend in die HJ eingegliedert, und sein Gemeindeblatt geriet unter immer stärkeren Druck.

Weißgerber leistete keinen Widerstand, sondern passte sich an und schrieb bis zum Ende seines Gemeindeblatts 1941 immer härtere Leitartikel im Sinne der NS-Propaganda. Als nach dem Krieg einer seiner Texte in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht wurde, tat er das als „Verunglimpfung von kommunistischer Seite zur Herabwürdigung der Kirche“ ab. Fast 40 Jahre lang predigte er seiner Gemeinde das Erbarmen Gottes für den reuigen Sünder. In eigener Sache blieb er bis zu seinem Tod stumm – wie fast alle seiner Generation.

 

Das Buch ist im Darmstädter Justus von Liebig-Verlag erschienen und zum Preis von 12,95 Euro im stationären und im online-Buchhandel erhältlich.

Juden in Eberstadt von Michael Zimmermann – jetzt im Buchhandel erhältlich.

Bei einer gut besuchten Buchpräsentation (Lesung: Martin Müller, musikalische Umrahmung: Roman Kuperschmidt - Klarinette) am Freitag, 08.11.2019 in der Aula der Guenbergschule Eberstadt wurde der interessierten Öffentlichkeit und der Presse das Buch JUDEN IN EBERSTADT des ortsansässigen Autors Michael Zimmermann vorgestellt. In der gut zweistündigen Veranstaltung an einem geschichtsträchtigen Datum, der Oberbürgermeister Jochen Partsch ein bewegendes und bemerkenswertes Grußwort voranstellte, wurde  ein repräsentativer Querschnitt aus dem Buch vorgestellt. Michael Zimmermann selbst stellte sich nach der Buchpräsentation den Fragen des gut hundertköpfigen Publikums und signierte auf Wunsch sein Buch.

 

Titel des Buches "Juden in Eberstadt", Entwurf: Elke Lang, polynox

Das Buch ist im Justus von Liebig-Verlag Darmstadt erschienen und in allen Buchhandlungen, z.B. der  Buchhandlung H.L. Schlapp, Heidelberger Landstr. 190, 64297 Darmstadt, Tel. 06151 / 59 38 33, Email eberstadt@schlapp.de zum Preis von 15 Euro erhältlich. Der Erlös kommt den von uns unterstützten Programmen gegen Gewalt, Antisemitismus und Rassismus in Eberstädter Schulen zugute. Sämtliche Kosten der Publikation trägt die Stiftung.

Die Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung ist dankbar und glücklich, auf diese Weise dazu beizutragen, die Erinnerung an die jüdischen Bürger ihrer Heimatgemeinde wach zu halten.

 

Aktuelles aus der Stiftung

39. Dotter-Konzert: JJJ – Drei Gitarren am Sonntag, 15.08.2021 – Anmeldungen ab sofort möglich!

19.07.2021 / Anmeldungen für das 39. Dotter-Konzert sind ab sofort möglich! Anlässlich des 94. Geburtstages unserer Stifterin Marie Elfriede Dotter sind am Sonntag, 15.08.2021 um 17:00 Uhr und um 19:00 Uhr drei Ausnahme-Gitarristen in der kath. Kirche St. Josef zu erleben:  Mit den modernen Crossover-Gitarristinnen Julia Lange und Jule Malischke sowie E-Gitarren-Virtuose Julius Imhäuser sind drei Künstlerpersönlichkeiten am Werk, die jeweils eine ganz eigene musikalische Sprache sprechen. Bezeichnend dafür ist ihr offener und kreativer Umgang mit diversen musikalischen Stilen von virtuos konzertanter Gitarrenliteratur über groovige Fingerstyle-Arrangements bis hin zu berührenden Songs mit Stimme.
Sowohl solistisch als auch in Duo- und Triobesetzung schlagen sie dabei gekonnt die Brücke zwischen Eigenkompositionen und originellen Bearbeitungen ausgewählter Pop-Klassiker. Nylon-Saiten treffen auf Stahl-Saiten, gefühlvolle Balladen auf perkussive Grooves. Ein fesselndes Konzerterlebnis der besonderen Art in der facettenreiche Welt der Gitarre.

Der Eintritt ist frei, um Spenden zu Gunsten der Kirchenmusik an St. Josef wird gebeten.

Teilnahme nur nach schriftlicher Anmeldung unter karten.dotter-stiftung@ww-medienservice.de oder unter Tel. 06151 / 60 87 155 (AP: Werner Worm, werktags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr) unter vollständiger Angabe von Namen, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse und bei Einhaltung des in St. Josef gültigen Hygienekonzepts.

Zutritt zum Konzert erhalten nur Personen mit einem tagesaktuellen, negativen Corona-Test, vollständig Geimpfte bei Vorlage des Impfbuches oder Genesene mit schriftlichem Nachweis.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Kultursommers Südhessen,
gefördert vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst,
unterstützt von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

 

Der Imagefilm der Dotter-Stiftung ab sofort auf YouTube!

25.06.2021 / Der Imagefilm der Dotter-Stiftung ist fertig und ab sofort auf YouTube! In gut drei Minuten gewinnen Sie einen Eindruck von der Stiftung und ihren Projekte in ihrer ganzen Vielfalt. Ob "Eberstadt an einem Tisch", der Circus Waldoni, die Dotter-Konzerte oder Projekte an der Wilhelm-Hauff-Schule und der Gutenbergschule - die Dotter-Stiftung fühlt sich dem Auftrag ihres Stifterpaares verpflichtet. "Kräfte vor Ort wecken und stärken" ist unser Motto, und wir setzen es gerne zum Wohle von Eberstadt um. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Ansehen unseres Imagefilms.

 

35. Dotter-Konzert: Die Fledermaus à trois – ab sofort auf YouTube!

20.03.2021 / Ab sofort auf dem YouTube-Kanal der Dotter-Stiftung: Das Video zum 35. Dotter-Konzert "Die Fledermaus à trois" mit Michael Quast und Sabine Fischmann in allen Rollen und Markus Neumeyer als Orchester am Klavier.

 

Das neue Gesicht bei der Dotter-Stiftung – Sandra Knatz verstärkt das Team der Geschäftsstelle

01.02.2021 / Ab dem 1. Februar 2021 begrüßen wir unsere neue Kollegin in der Geschäftsstelle der Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung in Eberstadt: Sandra Knatz (44) tritt ihre neue Stelle als Büro-Assistenz an. Nach Stationen bei der Sparkasse Rhein-Neckar Nord und in der Direktion der Deutschen Vermögensberatung war Frau Knatz zuletzt im Haus am Maiberg, der Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz als Büroleiterin und Sekretärin des Direktors tätig. Sie freut sich schon sehr auf ihre neue Tätigkeit: „Ich bin gespannt auf die neue berufliche Herausforderung im Team der Dotter-Stiftung und hoffe, mit meinem Engagement zum Erfolg der Stiftung beitragen zu können.“

Sandra Knatz ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Lorsch.

Die Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung wünscht Sandra Knatz einen guten Einstieg und viel Freude bei ihrer neuen Tätigkeit.

Bücherpaket für die Stadtteilbibliothek Eberstadt

25.01.2021 / Gute Nachrichten für die Stadtteilbibliothek Eberstadt in Zeiten der Pandemie: Die Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung hat am Montag, 25.01.2021, alle bereits erschienenen Publikationen (sofern dort noch nicht vorhanden) in mehrfacher Anzahl an die Stadtteilbibliothek gespendet. Darunter sind sämtliche Publikationen der „1. Staffel der Eberstädter StadtteilHistoriker“ und die zugehörige Abschlussdokumentation, insgesamt 37 Medien. Ab sofort sind zusätzlich drei weitere Exemplare der Biographie von Hans Erich Dotter in der Stadtteilbibliothek vorhanden. Zwei weitere Ausgaben des Buches erhält die Stadtbibliothek Darmstadt.

Monika Cebulla, Leiterin der Stadtteilbibliothek Eberstadt, freut sich über den Zuwachs im Bestand: „Es ist schön, dass die Schriften zur reichen Eberstädter Geschichte nun auch in mehrfacher Ausgabe hier für die Leserinnen und Leser im Stadtteil ausleihbar sind. Besonders freuen wir uns, dass in der Stadtteilbibliothek nun auch die Biographie von Hans Erich Dotter mehrmals verfügbar ist; die Lebensgeschichte des Begründers der in Eberstadt in vielfältigen Bereichen überaus aktiven Stiftung ist hochinteressant."

Neben Bezirksverwalter Ludwig Achenbach, der zugleich Beiratsvorsitzender der Dotter-Stiftung ist, nahmen auch Karl G. Dotter, der Geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Stiftung und Bildungsdezernent Bürgermeister Rafael Reißer an der Übergabe teil.

Karl G. Dotter erinnerte bei dieser Gelegenheit an seinen Großonkel: „Hans Erich Dotter war ein Bücherfreund, hatte aber als vielbeschäftigter Unternehmer kaum Zeit, zu lesen. Erst nach dem Verkauf seiner Goldwell an Kao 1989 konnte er seine private Büchersammlung auch nutzen. Im Sitz der Stiftung stehen noch heute seine Bildbände, Lexika und Fachbücher, aber auch Klassiker und leichte Romane. Er wäre glücklich, wenn er erleben könnte, dass die diversen Veröffentlichungen seiner Stiftung so begehrt sind.“

Bürgermeister Rafael Reißer betont den Wert der Stadtteilbibliothek und des Lesens: „Die Pandemie hat Deutschland und die Welt nach wie vor fest im Griff. Eine Einrichtung wie die Stadtteilbibliothek Eberstadt, die zur Zeit einen Bestellservice anbietet, ist essentiell für die geistige Grundversorgung der Bevölkerung. Ich bin der Dotter-Stiftung dankbar, dass sie ihre Publikationen gespendet hat und freue mich, dass seitens der Stiftung die Zusage vorliegt, alle zukünftigen Druckwerke in mehrfacher Ausgabe ebenfalls an die Stadtteilbibliothek zu spenden.“

Dotter-Stiftung jetzt mit eigenem YouTube-Kanal!

08.01.2021 / Die Corona-Pandemie hat als Kollateralnutzen auch bei der Dotter-Stiftung einen Digitalisierungsschub ausgelöst. Unter anderem haben wir seit kurzem unserer eigenen YouTube-Kanal Dotter-Stiftung. Dort werden nach und nach Filme, Trailer und Dokumentationen der Stiftungsarbeit veröffentlicht - seien Sie gespannt! Den Anfang macht ein Trailer zum Liederabend vom 18. und 19.09.2020, dem 32. Dotter-Konzert mit Margarete Joswig (Mezzosopran) und Gerold Huber (Klavier). Die beiden Künstler haben sich beim "Rheinlegendchen" von Gustav Mahler filmen lassen - viel Freude beim Anhören, Ansehen und Schwelgen in Erinnerungen! Herzlichen Dank an Lara Olbeter und FalkFilm für den schönen Mitschnitt!